Virtualisierung – Darum geht es

Virtualisiert oder virtuell? Was verstehen wir bei RECORDBAY eigentlich unter der "Virtualisierung von Marken" und was bedeutet es, Content für die "virtualisierte Welt" zu erstellen? In diesem Artikel verdeutlichen wir unsere Sicht auf das aktuell wichtigste Thema für Marketeers.
Von:
Lisa Krause
February 23, 2021
February 1, 2021

Marken müssen in Zukunft virtualisiert sein, wenn sie ihre Kunden weiterhin an allen wichtigen Touchpoints in der Customer Journey erreichen wollen – davon sind wir bei RECORDBAY überzeugt. Die Pandemie hat uns noch einmal in dieser Sicht der Dinge bestärkt. 

Unternehmen und Marken, die ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten bereits vor dem Ausbruch von Covid-19 weitgehend virtualisiert hatten, konnten in der Krise in aller Regel von diesem Vorteil profitieren. Aber was genau meinen wir überhaupt, wenn wir von “virtualisierten Marken und Unternehmen” sprechen? 


Virtualisierung: Brücke zwischen analoger und digitaler Welt

Wer den Begriff “Virtualisierung” in eine Suchmaschine eingibt, wird zunächst auf Technologien aus dem IT-Bereich stoßen, die Ressourcen wie Hardware oder Software in der Cloud nachbilden oder zugänglich machen. Auch die Ähnlichkeit zu dem Begriff “Virtual Reality” kann zunächst in eine Richtung führen, die nicht zu 100 Prozent stimmig ist. 

Zwar spielen beide Bereiche in die Virtualisierung von Marken und Unternehmen hinein, der Kern der Sache ist jedoch ein anderer. Denn der Begriff “Marken-Virtualisierung” ist in seiner Bedeutung sehr viel umfassender, als es zunächst scheinen mag.

Die Virtualisierung einer Marke oder eines Unternehmens ist nicht allein ihre Übertragung in eine virtuelle oder digitale Umgebung. Sie bedeutet vielmehr eine echte strategische “Brücke” zwischen analoger und digitaler Marken-Experience zu schaffen. Von dieser Verbindung profitieren letztlich beide Seiten gleichermaßen.

Die Crux für viele Unternehmen besteht aktuell immer noch darin, dass die Marken-Experience vor der Pandemie zu stark auf den analogen Raum ausgerichtet war. Nun wird hektisch das Gegenteil versucht, nämlich die Marken-Experience mit allen Mitteln einseitig digital zu stärken.

Was wir unter der Virtualisierung von Marken verstehen 

Tatsächlich erscheint jedoch eine Strategie sinnvoller, die nahtlose Übergänge zwischen analogen und digitalen Marketing- und Sales-Touchpoints vorsieht. Analog bereichert hierin digital und umgekehrt.

Ein gutes Beispiel hierfür sind etwa Vertriebsgespräche in der Pandemie. Über Video-Chat geführt und mit digitalen Produktkonfiguratoren oder Augmented-Reality-Experiences unterstützt, können die Vorteile digitaler Technologien für das Verkaufsgespräch genutzt werden. Gleichzeitig bleibt die persönliche Komponente erhalten und wird durch eine perfekte Experience letztlich sogar gestärkt. Denselben Effekt erzielen auch virtualisierte B2B-Veranstaltungen wie virtuelle Messen oder hybride Events. Sie ermöglichen durch digitale Technologien eine kundennahe und persönliche Kommunikation im digitalen Raum, die letztlich auch die Beziehung des Kunden zu Marke und Vertriebsmitarbeitern im rein analogen Bereich stärkt und vereinfacht.

Erlebnisse für das virtualisierte B2C-Marketing, die schon vor Covid-19 erfolgreich waren und es auch jetzt weiterhin sind, sind beispielsweise WebAR-Experiences, mit denen etwa Haarfarben ausprobiert oder 3D-Modelle von Möbeln live im heimischen Wohnzimmer platziert werden. Auch diese Beispiele zeigen eine klare Verbindung von analog und digital, von realen und virtuellen Räumen.  

Das ist es, was wir unter der Virtualisierung einer Marke oder eines Unternehmens verstehen.

Die Umsetzung: Touchpoints in der digitalen und analogen Welt vernetzen

In der Umsetzung muss am Anfang der Marken-Virtualisierung die Entwicklung einer Strategie stehen, die durch ein kreatives Team und moderne Technologien gestützt wird. Darin wird das Geflecht aus Angeboten mit virtualisiertem Content vorgegeben, das potenzielle Kunden individuell und persönlich dort abholt, wo sie sich im Moment der Ansprache befinden.

Zusammengenommen müssen die genutzten Kanäle und Medien ein stimmiges Gesamtbild ergeben, das sich wie ein Netz über die digitale und analoge Welt legt. Während ihrer Customer Journey kommen Nutzer immer wieder mit den Knotenpunkten – den Touchpoints – des virtualisierten Marken-Netzes in Berührung. Dabei finden sie interaktiven, immersiven, informativen und emotionalen Content vor, der in der virtualisierten Welt nahtlos funktionieren muss. 

Die verschiedenen Berührungspunkte des Kunden mit einer Marke liegen so etwa im rein digitalen Bereich auf Apps beziehungsweise Mobile-Experiences, Social Media, Websites oder auch in E-Commerce-Shops. Genauso finden Kunden an analogen Touchpoints digitale Inhalte vor, wie beispielsweise am POS durch Digital Signage oder in Face-to-Face-Beratungsgesprächen, die durch einen AR-Produktkonfigurator unterstützt werden können.

Der gebotene Content kann – zumindest im rein digitalen Bereich – in allen denkbaren Formaten geboten werden. So beispielsweise in Form von Videos, virtualisierten Messeständen, interaktiven Präsentationen, digitalen Broschüren, Kampagnen mit Landingpages, AR oder VR Experiences, Product-Renderings oder auch 3D-Animationen. 

Content für die virtualisierte Welt: informativ, emotional und persönlich

Die Art, wie wir Content denken und entwickeln, muss natürlich an das neue Verständnis angepasst werden. Inhalte, die für virtualisierte Marken-Experiences eingesetzt werden, legen den Fokus nicht etwa auf werbliche Botschaften, sondern priorisieren andere Werte. Denn es geht darum, an den Touchpoints möglichst informative, interaktive und aufregende Inhalte zu liefern, welche die Bedürfnisse der Zielgruppe fokussieren. Was Nutzer begeistert, sind die sichtbare Persönlichkeit eines Unternehmens und emotionale Geschichten, die durch gekonntes Storytelling aufgeladen werden. 

Die Inhalte für die virtualisierte Welt müssen kundenorientiert sein und taktile Markengeschichten transportieren. Das gilt sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. So werden die Wahrnehmung der Marke als solche und auch die Werte, für die sie steht, von der reinen Produktpräsentation differenziert und Nutzer entwickeln einen positiven Bezug zum Unternehmen – ganz gleich, wo sie sich befinden.

Mit der richtigen Strategie zur virtualisierten Customer Experience 

Der erste Schritt der Marken-Virtualisierung ist es also, eine Strategie für die Erstellung von Inhalten für die virtualisierte Welt zu entwickeln. Dafür müssen sich Marken zunächst die Frage stellen, wie sich ihre Zielgruppe im digitalen und analogen Raum bewegt, an welcher Stelle Schnittstellen zwischen beiden Sphären existieren oder geschaffen werden können und wie Kunden dort Informationen aufnehmen und weitergeben.

Wir sind davon überzeugt, dass Marken künftig mit einem perfekten virtualisierten Marken-Ökosystem – zusätzlich zu analogen Touchpoints – aufgestellt sein müssen, wenn sie am Markt bestehen möchten. Immer neue Digitaltrends, steigende digitale Angebote im analogen Raum (Stichwort: “Smart Cities”) und ein Blick auf das Nutzerverhalten sind nur einige Indizien, die dafür sprechen. 

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